Die Grasnelke – häufig und doch selten

15.12.2016

© Bernd Machatzi

Die Gemeine Grasnelke (Armeria maritima) ist weder Gras noch Nelke, dennoch heißt sie so. In Berlin ist die kleine, rosa blühende Pflanze keine Seltenheit und das ist eine Besonderheit! Grasnelken sind in Mitteleuropa verbreitet und kommen in anderen Gebieten nur sehr selten vor. Daher gelten sie als besonders schutzwürdig und finden sich als eine Zielart im Berliner Florenschutzkonzept wieder.

Im kommenden Frühjahr wächst ihr Bestand in Berlin um eine beträchtliche Zahl weiter. Dann werden 4.000 Grasnelken in der Nähe des Wuhlestegs eingepflanzt. Die Samen der Pflanzen wurden im letzten Jahr von in Pankow vorkommenden Grasnelkenbeständen in der freien Landschaft geerntet. Eine Spezialfirma säte diese Samen aus und zieht die Pflanzen seitdem an. So kann sichergestellt werden, dass die Grasnelken, statt aus einer weit entfernten Gärtnerei, aus der Region kommen und damit optimal an die hiesigen Umweltbedingungen angepasst sind. Im Frühjahr des nächsten Jahres sind die auf dem Foto zu sehenden Pflänzchen dann groß genug, um im IGA-Gelände eingepflanzt zu werden.

Die Pflanzung ist Teil vielfältiger Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt im Kienbergpark, die die Grün Berlin GmbH aus Anlass der IGA gemeinsam mit den Berliner Naturschutzverbänden, Kooperationspartnern aus der Umweltbildung, Universitäten sowie den Behörden auf Senats- und Bezirksebene umsetzt. Die Ansätze beziehen sich dabei auf die übergeordnete Strategie der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt zur Förderung von Berlins biologischer Vielfalt.

Die Grasnelke (Armeria maritima)

Momentan werden die Pflänzchen von einer Firma vorgezogen, bevor sie im nächsten Jahr gepflanzt werden.