Chile "Being under the trees"

Teresa Moller

Teresa Mollers Arbeiten sind bekannt für ihre Poesie, die sie mit einfachen Gestaltungsmitteln erzielt. Das von ihr gestaltete Gartenkabinett „Being under the Trees“ (Unter den Bäumen sein) spielt mit der Interaktion zwischen geometrischer Anlage und natürlichen Bewegungen und Prozessen. Sie betont, dass sie sich die Natur zunutze macht, in indem sie mit ihr in ihren Projekten arbeitet.

Grundlage ihres Konzepts für die IGA bildet die waldähnliche Bepflanzung des Gartens mit in Chile heimischen Anden-Scheinbuchen. Wie die Bauern, die früher – beispielsweise durch das Anlegen von Wassergräben – das Land geformt und strukturiert haben, formt auch Teresa Moller ihren Garten mithilfe von Linien und gibt ihm so seine Struktur. Die Anpflanzung der Anden-Scheinbuchen erfolgt entlang dieser abgesteckten Linien. Über nach dem Zufallsprinzip platzierte Rohmarmorplatten können sich die Besucherinnen und Besucher innerhalb des Gartens frei bewegen, ohne einer vorgegebenen Route folgen zu müssen. Kleine Bänke aus Rohmarmorfragmenten laden zum Verweilen, Entspannen und Träumen ein.

„Being under the Trees“ ist ein typisch chilenischer Garten: Der im Norden des Landes abgebaute Travertin-Marmor und die im Süden heimischen Anden-Scheinbuchen stehen symbolisch für die chilenische Landschaft. Die Gartenanlage ist eine Hommage an ihre natürliche Schönheit. Der Garten wird dabei den Kräften der Natur überlassen – dem Wuchern der Pflanzen und dem Überwachsen der verlegten Marmorplatten wird keine Grenze gesetzt.

Teresa Moller

Teresa Moller arbeitet in Santiago und befasst sich intensiv mit der Landschaft ihrer chilenischen Heimat. Die genaue Beobachtung des Vorhandenen ist für sie der Schlüssel für all ihre Entwürfe und Arbeitsprozesse. Vielfalt prägt ihre Arbeitsweise: Zu Beginn jedes Projekts werden die schützenswerten Elemente des Gebiets erfasst und das natürliche Umfeld, die Ökologie und die lokale Architekturtradition bewertet.

Teresa Moller selbst formuliert es so: „Die Landschaft zu erkunden, um genau zu verstehen, was sie ausmacht, ist immer mein erster Schritt.“ So ist jeder Entwurf ein direktes, auf die umgebende Landschaft bezogenes, einzigartiges Produkt. Ihre Arbeiten haben eine architektonische Grundlage, eine Geometrie, die die Landschaft zunächst strukturiert und über die sich die Vegetation im Anschluss noch freier ausbreiten kann. In jedem Entwurf setzt Teresa Moller auf Einfachheit.

In ihrer Heimat konnte sie Projekte von der Atacamawüste im Norden bis zur Seenregion im Süden sowie von der Pazifikküste im Osten bis zu den Anden im Westen realisieren. Besonders beachtet wurden ihre Arbeiten Punta Pite, ein Wanderweg auf einem zwanzig Kilometer langen, ins Meer ragenden, felsigen Küstenstreifen nördlich von Santiago, und der dazu kontrastierende Parque de la Punta mit alten Zypressen, Orchideen und anderen einheimischen Arten als Ausgangs- und Endpunkt für die Küstenwanderungen.

Daten und Fakten

   

 

Planung

 

Teresa Moller Büro, Santiago

Bauherr Grün Berlin 2017 GmbH für das Land Berlin, Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Finanzierung Die Maßnahmen werden aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit Bundesmitteln und Mitteln des Landes Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, finanziert und von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz kofinanziert.
Eröffnung 13. April 2017 zur IGA Berlin 2017