Naturerfahrungsraum

Mit dem Naturerfahrungsraum (NER) entsteht auf dem Kienberg ein großer „wilder“ Freiraum für Kinder und Jugendliche zum Toben und Spielen, den sie eigenständig aufsuchen und ohne Vorgaben nutzen können. Das Spielen in und mit der Natur bietet auf einer Fläche von 16.000 qm genug Raum für Interaktionen mit Natur und mit anderen Kindern und Jugendlichen. Damit soll Stadtkindern wieder eine Möglichkeit des unmittelbaren Naturkontakts gegeben werden und zwar ohne Spielgeräte und ohne Erwachsene, die das Spiel schon vorgeben.

Naturkontakt und Interaktion zwischen Mensch und Natur sind zum einen für die Entwicklung eines Naturbewusstseins unabdingbar, zum anderen sind sie aber auch Grundvoraussetzung dafür, dass Kinder sich als soziale Wesen gesund entwickeln können. Aufgrund der Tatsache, dass eine Abnahme von naturnahen Flächen und damit einhergehend eine Reduzierung von Kontaktmöglichkeiten zu Natur in der Stadt zu verzeichnen sind, wurde das Konzept der NER für Kinder innerhalb ihres wohnungsnahen Wohnumfeldes entwickelt. Nicht zuletzt spielte dabei auch die Bedeutung von NER / naturnahen Freiflächen für die Stadtökologie sowie für eine umwelt- und sozialgerechte Verteilung von anspruchsvollen Freiflächen für die Erholung der Stadtbevölkerung eine Rolle.

Der Eröffnung des Areals erfolgt mit der IGA-Ausstellung am 13. April 2017. Anschließend ist der NER auf dem Kienberg für die Bevölkerung frei zugänglich. Für die dauerhafte Fortführung bis mindestens 2034 ist die Grün Berlin GmbH verantwortlich.

Der NER auf dem Kienberg wird entwickelt von der Stiftung Naturschutz. Fördermittelgeber ist das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, vertreten durch das Bundesamt für Naturschutz sowie Mitteln der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.

 

Daten & Fakten

 
Planungsbüro: Beissert und Hengge Garten- und Landschaftsarchitekten
Finanzierung: Der Naturerfahrungsraum auf dem Kienberg wurde von der Stiftung Naturschutz entwickelt. Fördermittelgeber ist das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, vertreten durch das Bundesamt für Naturschutz sowie Mitteln der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.
Projektträger: Stiftung Naturschutz / Projektpartner Grün Berlin GmbH