Gräserband

Über sanfte Geländemodellierungen erstreckt sich auf einer Fläche von 1.900 Quadratmetern großzügig das Gräserband im New German Style. Der so bezeichnete Gartenstil setzt auf Naturnähe - robust und pflegeleicht, ökologisch und ästhetisch. Das Gräserband interpretiert frei die charakteristischen Graslandschaften, Steppe und Prärie. Von der Seilbahn einsehbar, liegt das Gräserband zwischen Gartenpromenade und Wassergärten.

Im Wechsel der Jahreszeiten zeigt sich die Vegetation – mit landschaftlich typischen Gräsern und Stauden – in konstanter Transformation: Während im Sommer Gräser und Stauden in ihrer Farbenpracht das Bild bestimmen, dominiert im Herbst die leuchtende Färbung der Gräser.

Stimmungsvoll ist die Abfolge der Landschaftsbilder als wohltemperierter Farbverlauf komponiert. Die Steppenlandschaft, deren kühle Farbnuancen von Blau bis Violett reichen, wird von filigranen, zart-duftigen Blütenwolken der Feder- und Liebesgräser, von Katzenminze und Blaunessel bestimmt. Mit Tönen von gelb über orange und rot bis rot-braun erzeugen Rutenhirse, Sonnenbraut, Sonnenhut und Prärie-Bartgras die warme Atmosphäre der Prärielandschaft. Lampenputzergras, Diamant- und Silberährengras mit ihren flauschigen Walzen und silbrig-rosa leuchtenden Ähren dominieren den Charakter der Freifläche. Blutweiderich, Salbei und Astern in changierenden Farbtönen von Magenta bis Purpur-Violett prägen das Bild der Gräserlandschaft im jahreszeitlichen Verlauf.

Während im Frühling Tulpen, Hyazinthen und Narzissen leuchtende Farbakzente setzen, ergänzen im Mai die Prärielilien das Gräserband mit einem zart-blauen Blütenschleier. Im Frühsommer treten Steppenlilie und hoher Zierlauch mit ihren ausdruckstarken Blüten in den Vordergrund und unterstreichen den Charakter des saisonalen Landschaftsbilds.

Daten und Fakten

   
   

Landschaftsbüro:

Ingrid Gock | Dipl.-Ing. Landschafts- und Freiraumplanung
Bauherr:

IGA Berlin 2017