Renaissancegarten

Klare Formen, eine Beschränkung der Stilmittel und eine überschaubare Größe zeichnen einen vollendeten Renaissancegarten aus. Der „Giardino della Bobolina“ in den Gärten der Welt folgt diesen Idealen und vermittelt den Zauber der berühmten Villengärten der Toskana. Geplant wurde er vom Berliner Landschaftsarchitekturbüro Levin Monsigny, dem der Garten- und Landschaftsarchitekt Luigi Latini aus Florenz als fachkundiger Berater zur Seite stand.

Verborgen hinter dichten, immergrünen Hecken liegt das mediterrane Gartenjuwel. Durch ein großes schmiedeeisernes Tor gelangt man in den Hauptgarten, in dessen Mitte ein Brunnen und eine Fontäne stehen. Hier findet sich auch die marmorne „Bobolina“-Skulptur aus dem 16. Jahrhundert, die dem Garten seinen Namen gibt.

Vom Hauptgarten aus öffnen sich zwei unterschiedliche Gartenräume: der steinerne Vorplatz hinter einem mächtigen zweiflügeligen Holztor in der Loggia und der tiefer gelegene „Giardino segreto“ über eine schmale Natursteintreppe. Alle Gartenteile sind gefasst von aufwändig gestalteten Mauern oder hohen Eibenhecken und fügen sich in die leicht bewegte Topographie des Ortes ein. Blüten- und Schmuckpflanzungen ergänzen die Heckenbepflanzung: Orangenbäumchen und Rosen-Hochstämme in Kübeln, Formgehölze aus Buchsbaum und Stauden- und Rasenpflanzungen runden das Bild ab.

Die Ausstattung der einzelnen Gartenteile entführt die Besucher auf eine Zeitreise in sonnige italienische Gefilde: Das aus vier Kompartimenten gebildete Parterre ist ein Zitat aus der Zeit der Renaissance; steinerne Brunnen, Terrakotten und antike Skulpturen wie „Bobolina“ oder „Idolino“ erzählen Geschichten längst vergangener Zeiten.

Im Hauptgarten ist das Kieselpflaster ein besonderer Schmuck. Die Kieswege im „Giardino segreto“ greifen ein typisches Motiv der Renaissancegärten auf. Platten, Pflaster und Treppenstufen bestehen aus einem hellgrauen Sandstein, so wie dies in den früheren Renaissancegärten Italiens oft üblich war.

Daten und Fakten

   
   
Planung:

Levin Monsigny, Landschaftsarchitekten (Berlin) / Luigi Latini (Florenz)

Eröffnung:

31. Mai 2008 in den Gärten der Welt