Religionen und Glaubensgemeinschaften im „Dialog der Kulturen“ auf der IGA Berlin 2017

Pressemitteilung vom 25.08.2017

© Dominik Butzmann

Auf der Internationalen Gartenausstellung lässt sich internationale Gartenkunst verschiedener Epochen und Regionen eindrucksvoll und vielfältig erleben. Ob orientalisch, chinesisch, japanisch, balinesisch oder europäisch: Der Garten ist in allen Kulturen der Welt ein Ort des Friedens, der Schönheit, des Wohlstands und des Glücks. Diese Gemeinsamkeit zeigt sich weltweit in den unterschiedlichsten Gartenformen. Die IGA ist dabei gleichwohl Schauplatz verschiedener gärtnerischer Traditionen und zeitgenössischer Gartenkunst als auch als ein Ort, an dem der Dialog der Kulturen lebendig wird.

Zentrum des interreligiösen Dialogs auf der IGA Berlin 2017 ist der Pavillon Dialog der Kulturen zwischen Rhododendronhain und Karl-Foerster-Garten. Gebäude und Programm wurden gemeinschaftlich von Vertreter*innen christlicher, muslimischer, jüdischer, hinduistischer, buddhistischer und Sikh-Gemeinden aus Berlin gestaltet und umgesetzt. Mit im Boot: das „Berliner Forum der Religionen“ und der Beauftragte für Kirchen, Religionen und Weltanschauungen des Berliner Senats.

Was unsere Gäste erleben können
Tägliche
Mittagsandachten, Gebete, Gespräche, Meditationen oder Gesänge mit verschiedenen Berliner Religions- und Glaubensgemeinschaften gibt es immer von 12.00-12.30 Uhr im Pavillon Dialog der Kulturen. Das Format wird unterstützt durch das „Berliner Forum der Religionen“. Im Forum arbeiten engagierte Akteur*innen  aus über 100 Religionsgemeinschaften, religionsübergreifenden Zusammenschlüssen und spirituellen Gruppen zusammen. Es versteht sich seit der Gründung 2014 auch als Gesprächsplattform untereinander und sucht dabei auch den Dialog mit der Zivilgesellschaft.

Am 29. August von 10.00-14.00 Uhr und 19.00-23.00 Uhr sowie am 26. September von 10.00-14.00 Uhr lädt Michael Duhr, Förster und Theologe, zu einem Christlichen Pilgerweg über das Gelände ein. Eingebettet in das unmittelbare Erleben von Natur, sollen sinnorientierte Übungen und geistliche Impulse zum persönlichen Nachdenken oder gemeinsamen Austausch ermuntern. Start im Pavillon „Dialog der Kulturen“.

Wer das IGA-Gelände aus meditativer Sicht erleben möchte, sollte an dem Interreligiösen Pilgerweg am 19. September und 11. Oktober von 18.00-19.30 Uhr teilnehmen. Der gleichnamige Initiativkreis entführt die Gäste zu unterschiedlichen Orten auf dem 104-Hektar-Areal. Motto: „Sehen, Denken, Spüren, Riechen, Wandern“. Startpunkt der Tour ist ebenfalls der Pavillon „Dialog der Kulturen“.

Alle Sinne anregen möchte der Ökumenische Gottesdienst am 14. Oktober in der Arena von 15.00-17.00 Uhr. „Kommt, schmeckt und seht, wie freundlich Gott ist“ heißt die Losung der Veranstalter – Christen aus Marzahn-Hellersdorf. Schon ab 15.00 Uhr stimmt das offene Gospelchorprojekt der Evangelischen Paul-Gerhard-Kirchengemeinde Berlin-Lichtenberg „Lighthill“ mit seinen über 60 Akteur*innen die Gäste mit afroamerikanischen-christlichen Klängen ein, ehe der Abschlussgottesdienst auf der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2017 um 15.30 Uhr beginnt. Neben „Lighthill“ werden auch der Mahlsdorfer Posaunenchor und weitere Musiker den Gottesdienst gestalten.

Jeden Samstag von 12.00-12.30 Uhr und 13.00-14.00 Uhr erklingen an verschiedenen Orten im Gelände von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz Posaunenchöre am Mittag und sonntags von 11.00-13.00 Uhr die vom Berliner Chorverband e.V. dargebotenen Chöre am Mittag.

Hintergrund: Die religiöse und weltanschauliche Situation in Berlin
Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften spielen im gesellschaftlichen Leben einer multikulturellen Metropole mit über 3,5 Mio. Einwohner*innen eine bedeutende Rolle. Hinsichtlich der Pluralität solcher Gemeinschaften nimmt Berlin hierzulande, vielleicht sogar europaweit, eine Sonderstellung ein. Die beiden mitgliederstärksten Gemeinschaften sind die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und das Erzbistum Berlin der Katholischen Kirche. Die drittgrößte Gruppe bilden Menschen muslimischen Glaubens, gefolgt von Vertreter*innen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Darüber hinaus gibt es zahlreiche buddhistische und hinduistische Gemeinschaften sowie orthodoxe, freikirchliche und andere christliche Gemeinden, Batái-und Sikh-Gemeinden. Schätzungen zufolge sind gegenwärtig über 250 Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften aktiv. Verschiedene Vereine, Projekte und Initiativen arbeiten zum Teil schon seit vielen Jahren religionsübergreifend im Dialog zusammen und tauschen sich aus. Andererseits sind viele Berliner*innen konfessionell nicht gebunden. Einige von ihnen haben sich in Weltanschauungsgemeinschaften zusammengeschlossen, die Träger bzw. Anbieter sozialer und kultureller Einrichtungen und Projekte sind. Der größte Träger ist der Humanistische Verband Berlin Brandenburg e.V.

Die Vielfalt und Dichte an internationaler Gartenkunst, kontrastreich in Szene gesetzt mit begrünten Architekturen, ist in Berlin in Verbindung mit einem  abwechslungsreichen Programm wechselnder Blumenschauen, eindringlicher Kunst und internationalen Kulturveranstaltungen nur noch bis zum 15. Oktober zu erleben. Dann schließt Berlins größtes Gartenfestival seine Tore.

Pressebild

Pavillon Dialog der Kulturen

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