Schauweinberg

Weine aus deutschen Landen haben sich über die vergangenen Jahrzehnte national wie international einen mehr als exzellenten Ruf erworben. Auch der Weinbau in Brandenburg blickt mittlerweile auf eine über 800-jährige Geschichte zurück. Bereits im Jahre 1173 bestätigte der damalige Bischof Siegfried urkundlich den Besitz eines vollfunktionsfähigen Weinbergs auf dem Harlunger Berg nahe der Stadt Brandenburg an der Havel. Dieser gilt als ältester Beleg für die Existenz von Weinbergen in der Region und ist seit der Bundesgartenschau 2015 als solcher wieder erlebbar.

Erinnernd an diese Traditionen und stellvertretend für die dreizehn deutschen Weinbaugebiete (Ahr, Baden, Franken, Hessische Bergstraße, Mittelrhein, Mosel, Nahe, Pfalz, Rheingau, Rheinhessen, Saale-Unstrut, Sachsen und Württemberg), legten die Gärtner der Mosaik-Werkstätten für Behinderte mit Unterstützung des Deutschen Weininstituts (DWI) auf den Kienbergterrassen einen 400 qm großen Weinberg  an. Symbolisch für diese wurden 13 landestypische Rebsorten gepflanzt. Dabei kann Mosaik auf die langjährigen Erfahrungen beim Wiederaufbau und der Rekultivierung des Königlichen Weinbergs im Park Sanssouci zurückgreifen.

Das Mosaik e.V. ist ein Berliner Verein, welcher es sich zur Aufgabe gemacht hat Menschen mit Behinderungen zu einem selbstbestimmten Leben zu führen und ihnen die Teilhabe an der Berufs- und Arbeitswelt zu ermöglichen. Gegründet wurde der Verein im Jahre 1965 durch die Welfare-Group des Deutsch-Amerikanischen Frauenclubs zur Betreuung von Menschen mit Behinderungen. Die Gründerinnen wählten hierfür den Namen Mosaik als Symbol für das große Ganze, bestehend aus vielen kleinen Teilen.

Heute ist der Verein „Das Mosaik e.V.“ Teil des Mosaik-Unternehmensverbundes. Zu diesem gehören des Weiteren die Mosaik-Werkstätten für Behinderte gGmbH, die Mosaik-Services Integrationsgesellschaft mbH sowie die Ökohof Kuhhorst gGmbH. Dank eines vielfältigen und ganzheitlichen Angebotes ermöglicht der Mosaik-Unternehmensverbund rund 1.500 Menschen mit Behinderungen an mehr als 45 Standorten individuelle Entwicklungen und Karrierewege. Dieses Angebot reicht von der Fördergruppe über die Werkstatt bis hin zum Integrationsfachbetrieb mit tariflich bezahlten Arbeitsplätzen.