Ulrich-Wolf-Preis 2017

Der Förderwettbewerb Ulrich-Wolf der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur DGGL e.V. ist ein internationaler Wettbewerb für Studierende der Studienrichtung Landschaftsplanung, Landespflege, Landschaftsarchitektur oder Freiraumplanung sowie für junge Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten dieser und vergleichbarer Fachrichtungen. Die Besonderheit des Wettbewerbs liegt im Anspruch, den Gewinnerentwurf zur Umsetzung bei Gartenausstellungen, wie der IGA Berlin 2017, zu bringen.

Prämierte Arbeiten des Ulrich-Wolf-Preises 2017: 1. Platz - Tarnzahl 112
© Planungsgemeinschaft Lange und Roscher

„Kultur lebt Natur“: Die Entwurfsidee setzt sich von der Mehrzahl der anderen Arbeiten ab, da sie nicht mit einer Parzellierung der Flächen für die Nutzer bzw. Nutzergruppen arbeitet. Dadurch entsteht ein fließender Übergang von großzügigen Gartenräumen, die auf ein am Nordrand der Parzelle gelegenes Funktionsgebäude hinführen. Im Angebot an Beetflächen und in der Architektur der Gartenlaube kommt der Geist des Gemeinsamen zum Ausdruck. In  seiner pflanzlichen Ausgestaltung bietet der Garten attraktive Räume und ein gut lesbares und nutzbares, räumliches Grundkonzept. Dabei bleibt der Pflegeaufwand für die angedachten Flächen bewusst überschaubar, was dem Anspruch eines „Startergartens“ für Gartenanfänger entgegen kommt.

2. Preis:Tamar Antman
© Tamar Antman

„The green bubble“: Der Garten spielt mit dem Bild einer Blase als Raumgebilde, welches vor allem in verdichteten Stadträumen als „Stadt-Blase“ eine Abschottung eines jeden Einzelnen gegenüber  Tempo, Lautstärke und Hektik erzwingt.

3. Preis: Lucas Hövelmann, Richard Roßner, Lars Schöberl
© Lucas Hövelmann, Richard Roßner, Lars Schöberl

„Der Garten der Vielfalt“: Die Arbeit geht in der Grundgestaltung auf die klassischen Formen eines Nutzgartens zurück. Während die Gartenanlage selbst und die angedachte Nutzung aus der Tradition entwickelt sind, wird ihr mit der Pergola eine neue, dritte Dimension beigefügt, die dem Garten eine andersartige und neuartige Sprache verleiht.

4. Besondere Auszeichnung zur Pflanzenverwendung (gestiftet von Baumschulen Lorenz von Ehren): Laura Critchlow
© Laura Critchlow

„Kulturvielfalt – Gartenfreude hat keine Grenzen“: Die Arbeit beeindruckt durch eine besonders intensive Auseinandersetzung mit dem Element Pflanze. Die leicht aus der mittigen Achse verschobene kreuzförmige Anlage der Flächen wird stark von Bäumen definiert oder begleitet. Durch diese Einteilung entstehen vier Gartenräume, die vom Verfasser selbst als „Obstbaumviertel“, „Gemüsebauviertel“, „Tierzuchtviertel“ und „Imkerviertel“ vorgestellt werden.