Themengarten Aquaponic-Garten

Die Erweiterung des Reihenhausgartens in die Vertikale

Auch auf geringer Fläche kann eine intensive Gestaltung mit hohem Erlebniswert geschaffen werden, welche durch ein nachhaltiges Konzept ökologischen Anforderungen genügt und gestalterisch hochwertig ist. Die klassische Wand zwischen Einfamilienhäusern präsentiert sich als neues multifunktionales Gestaltungselement, welches die Gartennutzung nachhaltig ergänzt. Der Garten wird von der Horizontalen zur Vertikalen weiterentwickelt, indem eine südorientierte Wand des Gartens als lebendige ‚Aquaponic-Wand‘ gestaltet ist. Die Wand zum Nachbarn wird begrünt – Fische in einem Aquarium düngen die grüne Wand, das Gemüseregal und eine schwimmende Kräuterrinne im Gartentisch. Solarzellen liefern den Strom, um die Sauerstoff- und Wasserpumpe zu betreiben. Das eigene Gemüse und Kräuter werden produziert, eine schöne, dichte, grüne Wand schluckt den Schall , bindet Feinstaub und bietet darüber hinaus Insekten und Vögeln ein Zuhause.

Die ‚Aquaponic Wand‘
Die lebendige, grüne ‚Aquaponic-Wand‘ wird aus einer Holzkonstruktion erstellt, deren Nassbereiche mit Dichtungsfolie ausgelegt sind. Zur Bewässerung wird Wasser aus einem Fischtank gepumpt, welches die Fische durch
ihre Exkremente mit Nähstoffen angereichert haben. Das Wasser durchläuft die vertikalen Pflanzzonen und das horizontale Kräuterbeet. Es wird in eine technische Kammer neben dem Fischtank geleitet, durch einen
Lavafilter geführt und danach zurück in den Fischtank gepumpt. Der Fischtank, in dem etwa 10 Goldfische leben, wird durch eine elektrische Pumpe mit Sauerstoff versorgt. Der Tank ist mit einem klappbaren Deckel aus
Stegroststahl bedeckt, so dass er kindersicher ist und die Fische vor Katzen und Reihern schützt sind. Der Deckel ist außerdem zur Gemüseernte, -pflege, -pflanzung begehbar ausgeführt. Die andere Seite der grünen Wand ist mit dauerhaften Gräsern und Stauden bepflanzt und zeigt sich als grüner vertikaler Teppich mit unterschiedlichen Blattfarben und Strukturen. Solarzellen, welche optimal nach Süden orientiert sind, versorgen das Aquaponic-System mit dem notwendigen Strom.

Der Bodenbelag
Hochkant verlegte Pflasterklinker werden durch das rhythmische Auslassen von Steinen als Rasenfugenpflaster ausgebildet und erlauben somit eine geringere Versiegelung.

Die Ausstattung
Ein großer Holztisch mit mittig angeordneter Rinne für das hydroponische Kräuterbeet rückt den Schnittlauch dicht an den Konsumenten und ist zugleich Zierde. Alle Holzausstattungselemente wie Sitzbank und Sitzhocker
werden aus altem, wiederverwendetem Holz hergestellt. Der Baum im Zentrum erhält eine ebenfalls begehbare Baumscheibe aus Holzbrettern, damit der Baumwurzelbereich nicht verdichtet wird. Zwei Bankkästen sind direkt
angegliedert und bieten Sitz- und Stauraum unter der Baumkrone. Eine aus Ziegeln gemauerte Vase ist mit Stauden und Einjährigen bepflanzt.

Die Pflanzung
Eine Buchenhecke bildet die Eingangssituation. Nach Süden, der ‚Aquaponic Wand‘ gegenüber gelegen, fasst eine zwei Meter hohe Aronia-Hecke den Garten. Dies ist eine sehr frostharte Pflanze, deren schwarze Beeren extrem
vitaminhaltig und zur Verarbeitung geeignet sind. Nach Osten schließt ein bis zwei Meter hohes Heckenspalier aus Zierapfel den Gartenraum. Das Pflanzbeet liegt im lichten Schatten der Hecken und der Baumkrone. Es wird mit robusten immergrünen Farnen, Gräsern, Frühjahrs- und Herbstblühern bepflanzt, die durch Blattstruktur und Wuchshöhe einen vielfältigen Eindruck bieten.

Planung glaßer und dagenbach, landschaftsarchitekten bdla IFLA, Breitenbachplatz 17,
14195 Berlin, info@glada-berlin.de
Ausführung Kittel und Kruska GmbH & Co, Garten- Landschafts- und Sportplatzpflege KG,
Dahlemer Weg 120, 14167 Berlin (Zehlendorf), info@kittelundkruska.de
Sponsoren Holzindustrie Nahmitz GmbH, www.markpine.de
Tietz Baustoffe GmbH, www.tietz-baustoffe.com
H. Lorberg Baumschulerzeugnisse GmbH & Co. KG, www.lorberg.com
ZinCo GmbH, www.zinco.de